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Sarzana |
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Der
Ursprung von Sarzana ist schwer festzustellen. Einige alte
lokale Historiker zitierten im XV. Jahrhundert die Namen "Serrezzana"
oder "Sergianum", eines Kolonen der Familie "Sergia".
Der Name erschien zum ersten Mal in einer Urkunde des Kaisers
Otto I. vom 19. Mai des Jahres 963, mit der dem Bischof von Luni
der Besitz des "Castrum Sarzanae" bescheinigt wurde,
welches da lag, wo noch heute die Festung Sarzanello, allgemein
Castracani genannt, liegt. Jenes "Castrum", oder befestigte
Burg, diente dazu, die wesentlichen Straßen des Tales zu
kontrollieren.
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Um
das Jahr 1000 herum wurde die Gründung des wahren bewohnten
Stadtkerns von Sarzana zitiert, dessen Entwicklung mit dem Untergang
von Luni, das sich durch ständige geografische Veränderungenentvölkerte,
in Verbindung zu setzen ist. Der Ort von Sarzana war wahrscheinlich
in zwei Stadtkerne geteilt, dessen Einwohner wurden bezeichnet
als: "illi de Burgo", oder "quelli del borgo"
(jene des Ortes) und "illi de Carcandula", "jene
die über dem alten Bett des Flusses Carcandula wohnten",
in der Nähe der heutigen "Piazza Matteotti".
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Im
Jahre 1204 verlegte der Bischof Gualtiero II. seinen Bischofssitz
von Luni nach Sarzana, mit dem er sich die Unabhängigkeit
der Stadt verdiente noch bevor sie unter die Herrschaft der wahren
benachbarten Herren kam. Nach dem Tod des Bischofs weigerten sich
die Sarzanesen dem neuen Bischof Mazzucco Treue zu schwören
bis zu einem neuen Vertrag, der im Jahre 1219 aufgestellt wurde,
um diesen erneut abzulehnen, indem sie versuchten, mit der Stadt
Pisa ein Bündnis einzugehen. Der Nachfolger von Mazzucco,
Bischof Guglielmo, wurde während einer Reise nach Rom, wo
er an einem Laterankonzil teilnehmen wollte, von den Pisanern,
die mit den Sarzanern gegen den kaiserlichen Vikar Oberto Pallavicino
verbündet waren, gefangengenommen. Der Bau der "Fortezza
Firmafede", wo sich heute die "Cittadella" erhebt,
wurde unter diesen Verbündeten begonnen.
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Nach
der Niederlage durch den Bund bestehend aus Lucchesern-Genuesern-Florentinern
übergaben die Pisaner die Stadt Sarzana in die Hände
des Bischofs Guglielmo, dessen Nachfolger, Enrico da Fucecchio
versuchte die Sarzaneser einzuschüchtern, wurde aber rasch
aus der Stadt vertrieben und floh daraufhin in die Lunigiana.
Nur durch den Eingriff des Papstes Bonifacio VIII. waren die Städter
gezwungen, den Nachfolger Enricos, Antonio Nuvolone da Camilla
zu akzeptieren. Nach der kaiserlichen Oberhoheit durch Arrigo
VII., ernannte Bischof Gherardino Malaspina Castruccio Castracani
bis zu seinem Tod im Jahre 1328 zum Visconte der lunensischen
Diözese. Danach kam die Stadt wiederum unter die Kontrolle
von Pisa, um dann unter die Herrschaft verschiedener Machthaber
zu fallen, bis hin zur letzten Oberhoheit durch die Republik Genua
(1438).
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Im
Jahre 1465 zeichnete Papst Paolo II., mit der Zustimmung Kaiser
Friederich III., Sarzana mit der Stadtwürde aus. Bei dieser
Gelegenheit wurde dem alten Stadtsiegel, außer den überanderliegenden
Wappenschildern und einem Stern mit acht Punkten, die Sichel des
aufgehenden Mondes mit folgender Schrift beigefügt: "Sigillum
civitalis Sarzane". Im Jahre 1487 brach ein wilder Krieg aus,
der "Krieg der Serrezzana" gennant wurde, und zwar zwischen
"Lorenzo il Magnifico", der an der Spitze der Florentiner
stand, und der Republik Genua, der nach langer Belagerung die Stadt
Sarzana erobern konnten. Durch diesen Krieg wurde die Festung Firmafede
komplett zerstört und viele Häuser waren nur noch Schutt.
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Lorenzo
il Magnifico ließ die Festung wieder erbauen und nannte sie
Cittadella, die noch heute nord-westlich der Stadt zu sehen ist.
Nach vielen Wechselfällen kam Sarzana erneut für mehr
als zweihundert Jahre unter die Kontrolle der Republik Genua. Auf
Grund des französich-österreichischen Krieges wurde die
Stadt am Fuße der Festung Sarzanella aus strategischen Gründen
dem Erdboden gleich gemacht und die Bevölkerung mußte
in die nähere Umgebung, genannt "Pian Paganella",
ziehen, die zur Erinnerung des zerstörten Ortes Sarzanello
umbenannt wurde. Im Jahre 1797 trat Sarzana als Mitglied der Republik
Ligurien bei und später dem Königreich Sardinien. Die
Stadt nahm aktiv an den Bemühungen um die Unabhängigkeit
und Einheit Italiens teil.
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