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Das Magratal ist wie ein Orchester
 
 

Das Magratal ist wie ein Orchester, in dem alle kulturellen Instrumente ihre eigene Persönlichkeit haben, aber gleichzeitig im Einklang in einer wunderbaren Harmonie spielen. In der Tat, obwohl das Tal in zwei Regionen aufgeteilt ist, gelingt es, die Gemeindewerte wie auch die Werte, die das ganze Tal betreffen, zu erhalten. Die Schlösser z.B. bilden ein wichtiges vereinigendes Element für das gesamte Tal. Dies ist "das Land der hundert Schlösser".

   
         
   

In jedem Zentrum kann man diese Monumente besichtigen, die noch heute die alten Ausstattungen aufbewahren und oft berühmte Museen beherbergen oder interesssanten kulturellen Ereignissen Gastfreundschaft gewähren. Unter ihnen zeichnet sich die Fortezza von Sarzana aus dem fünfzehnten Jahrhundert aus, die Brunella von Aulla, die Festungen und die tausendjährigen historischen Zentren von Arcola und Trebbiano. Man darf auch nicht den aus byzantinischer Epoche stammenden Ort Filetto oder das noch mehr überraschende ellipsenförmige Zentrum von Ortonovo vergessen.

 
         
 

Wie in jedem Teil Italiens ist die Zahl der Kirchen von künstlerischer Wichtigkeit enorm: man findet solche von romanischer bis hin zur barocken Architektur, die in ihrem Inneren Meisterwerke von großer historischer Wichtigkeit enthalten. Die Kathedrale von Sarzana, zum Beispiel, darf man nicht übersehen, da sie unter ihren Schätzen verschiedene Gemälde von Fiasella birgt, sowie die Reliquie des "Preziosissimo Sangue". Man sollte nicht vergessen, sich die Kirche der "Santa Maria Maddalena" von Castelnuovo Magra mit seinen Fresken des Fiasellas und der berühmten Kreuzigung von Breughel dem Jüngeren, anzusehen.

   
         
   

Sehr charakteristisch ist die Kirche von Santo Stefano Magra, die einen konzentrischen Grundriß und sechs Kapellen hat. Sie ist voll und ganz im genuesischem Barockstil, mit Stuckwerk und Interieur von kostbarer Ausführung. In einem Gebiet, daß so reich an Kultur und Tradition ist, dürfen Museen mit großem Prestige nicht fehlen. Das charakteristischste ist sicher das Museum des Schlosses von Pignaro in Pontremoli, wo die Stele Statuen der Lunigiana, ein antikes Symbol des Magratals, aufbewahrt werden.

 
         
 

An Ortonovo vorüberfahrend ist es Pflicht, dem Museum der Ausgrabungen von Luni, einer antiken Stadt aus der Römerzeit, einen Besuch abzustatten. Hier kann man die Reste des Anphitheaters bewundern, sowie eine Reihe von öffentlichen Gebäuden, einen Tempel und eine Anzahl von Mosaiken. Es fehlen auch nicht die verschiedenen Museen über die lokale Kultur, wie das Gebietsmuseums von Casola (Museo del Territorio) oder das Völkerkundemuseum der Lunigiana (Museo etnografico della Lunigiana), daß sich in einigen Mühlen in der Nähe von Villafranca entwickelt hat.