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Sarzana
und sein entzückendes historisches Zentrum |
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Die
zahlreichen kulturellen Möglichkeiten und Gelegenheiten,
die Sarzana bietet, weisen auf die Bedeutung hin, die
Sarzana in den Jahrhunderten innehatte. Die Konstruktion, die
hauptsächlich diesen Anspruch auf die Vorherrschaft über
das Gebiet beweist, ist die Festung von Sarzana, die auf den
Ruinen der Festung "Firmafede" in die Umfassungsmauern
der Stadt eingebaut wurde. Dieses Befestigungswerk wurde in
der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts durch Lorenzo de
Medici errichtet. Die Konstruktion präsentiert einen rechteckigen
Grundriß, der in der Mitte in zwei gleiche Teile geteilt
ist. An der Spitze jedes Rechtecks steht ein stattlicher halbrunder
Turm, der das ganze Tal beherrscht.
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Über
die Zugbrücke kommt man in die sogennante "Cittadella"
(Zitadelle), die die wirkliche militärische Befestigung
darstellte. Von hier aus kommt man in den Innenhof und kann
die Fortezza mit ihrem großen zylinderförmigen
Turm besichtigen. Um der Fortezza Firmafede im Falle des
Bedarfs beistehen zu können, wurde die Burg von Sarzanella,
die auf einem Hügel oberhalb der Stadt liegt, im XV.
Jahrhundert stark vergrößert. Das Gebäude
steht auf einem Grundriß eines pro Seite mehr als
sechzig Meter langen Dreiecks, auf dessen Spitzen stehen
jeweils robuste zylindrische Türme, die einen quadratischen
Turm umgeben.
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Der
Komplex teilt sich in zwei deutlich unterschiedliche
Bereiche auf: das Außenwerk oder Begrenzungsmauer,
daß zur erhöhten Abwehrkraft erbaut wurde,
und die wirkliche Burg. Die beiden Sektoren sind durch
eine Brücke verbunden, die über den Eingang
zur Burg errichtet wurde, und außerdem noch mit
dem Laufgang der Wachen durch eine Steinbrücke
verbunden ist. Ein weiteres Symbol des Reichtums und
der Bedeutung der Stadt ist die Kathedrale "Santa
Maria Assunta", die aus dem Jahre 1474 stammt.
Ihre Außenfassade besteht ganz aus weißem
Marmor. Das große gotische Tor, von zwei Seitenteilen
flankiert, stammt aus dem XVII. Jahrhundert und harmonisiert
perfekt mit dem antiken Bau.
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Die
Innendecke besteht aus intarsiertem Holz und an
den Wänden befinden sich Gemälde von "Fiasella".
Einige Skulpturen sind von "Riccomani"
und eine Terrakotta aus der Schule von "Della
Robbia". Links vom Altar liegt die Kapelle
des Gekreuzigten, in der eines der wichtigsten Gemälde
der romanischen Malerei aus dem Jahre 1138 aufbewahrt
ist, und zwar "Il Cristo", von "Maestro
Guglielmo" gemalt. In einer weiteren Kapelle
der Kathedrale befindet sich im Inneren eines wertvollen
Reliquenbehältnisses eine Ampulle mit dem "Preziosissimo
Sangue" (wertvollen Blut) von Christus.
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Unter
anderen Kirche ist auch die Pfarrei "Sant'Andrea"
sehenswert. Sie wurde im X. Jahrhundert erbaut,
aber in der gotischen und der barocken Epoche restauriert
und modernisiert. Auch in ihrem Inneren sind bemerkenswerte
Skulpturen aus dem sechzehnten Jahrhundert zu bewundern,
sowie wertvolle Gemälde des "Fiasella".
Unter den sehenswerten Palästen muß das
heutige Rathaus bezeichnet werden. Das im XV. Jahrhundert
erbaute Gebäude wurde etwa hundert Jahre später
von dem Architekten Roderio stark umgebaut. Im XIX.
Jahrundert wurde eine Terrasse mit Laubengang angebaut,
die auf die heutige "Piazza Luni" hinausgeht,
sowie ein kleiner Balkon der auf die weiträumige
"Piazza Matteotti" blickt.
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Weitere
sehenswerte Paläste sind, unter anderen, der
"Palazzo Podestà Lucciardi", der
ein perfektes Beispiel der neuklassizistischen Architektur
darstellt, der "Palazzo Neri", der wunderschöne
Fresken beherbergt, der "Palazzo Picedi Benettini",
mit seinen charakteristischen Formen aus der Spätrenaissance,
und der "Palazzo Magni Griffi", ein ausgezeichnetes
Beispiel klassizistischer Architektur des achtzehnten
Jahrhunderts. Mehr als nur einen flüchtigen Blick
sollte man auch der "Porta Romana" widmen,
dem historischen Eingang der Stadt, die sich perfekt
in die Mauer der Bastion "Testaforte" anpaßt.
Sie stammt aus dem XVIII. Jahrhundert und ist ganz
aus weißem Marmor.
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