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Ortonovo
und Luni |
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Die
städtebauliche Struktur von Ortonovo charakterisiert
sich durch einen konzentrisch ringförmigen Grundriß,
wobei der äußerste als Stadtmauer dient. Wie bei
vielen Zentren des Tales hat es zwei Eingänge, einen im
unteren Teil und den zweiten in Richtung Bergpaß. Im Ort
steht ein, nach einem Adeligen aus Lucca benannte Turm "Giungi".
Letzterer setzte sich unermüdlich dafür ein, daß
die Luccheser die Oberhoheit über das Magratal erhielten.
An dem Ort, wo einmal das Schloß stand, kann man heute
die "San Lorenzo" geweihten Kirche aus dem siebzehnten
Jahrhundert betrachten. Einzelne Strukturen, weisen auf typische
Bauregeln für Schlösser hin. Der Glockenturm z.B.,
ist ein Rundturm mit Konsolen und ganz oben befinden sich schuppenartige
Verzierungen.
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Wenn
man in die Kirche hineingeht, kann man die aus dem siebzehnten
Jahrhundert stammende Figur von "Sant'Antonio Abate"
sehen sowie die aus dem XVI. Jahrhundert stammende Statue
"San Rocco" und die etwas jüngere Figur des
"Sant'Antonio da Padova col Bambino", die aus
dem achtzehnten Jahrhundert stammt. Am Anfang des Dorfes
befindet sich die Wallfahrtskirche von Mirteto, die in der
zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts errichtet wurde.
Die sehr weite Fassade besteht ganz aus Marmor, auf der
das Bildnis der "Madonna con il Bambino", umgeben
von "Sant'Anna" und "San Gioacchino",
eingemeißelt ist. Im Inneren befinden sich viele Altäre,
unter denen der den "Mysterien des Rosenkranzes"
geweihte, der aus der Barockepoche stammt, hervorragt. Er
wurde aus 15 Terrakottafliesen realisiert.
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In
der Gemeinde von Ortonovo befindet sich Luni, wo man
eine antike Ansiedlung aus römischer Epoche bewundern
kann. Sie kam erst vor gar nicht langer Zeit wieder
ans Tageslicht. Hier wurde ein Museum ein-gerichtet,
daß der Geschichte der Stadt von seiner Gründung
bis zum Hochmittelalter gewidmet ist. In der Ausstellung
kann man Porträts aus Marmor und Bronze bewundern
sowie architektonische Dekorationen, Gegenstände
des täglichen Lebens, wie für die Körper-pflege
und Kleidung, Accessoires aus Bronze, Geldstücke,
Marmorstatuen, Mosaike aus Ton, Terrakotta und sehr
viele Dokumente. Das alles zusammen schenkt uns enorm
viel Informationen über das Leben der alten Bewohner
des Ortes.
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Unter
dem Museum findet man eine Reihe von großen
architektonischen Stücken von verschiedenen
Konstruktionen der Stadt, u.a. vom Kapitolium, einem
Tempel, von dem man heute die beeindruckende Struktur
eines Podiums sehen kann, daß aus Blöcken
besteht, die mit Tonmörtel geglättet und
mit Verputz stuckiert sind. Dieses Gebäude
war der Triade "Jupiter, Juno und Minerva"
gewidmet und machte in den ersten Jahrhunderten
nach Christus verschiedene Variationen mit, gemäß
der damaligen typischen hellenistischen Kriterien.
Die Holzstrukturen wurden mit Steinelementen ausgetauscht
und ein Laubengang mit dorischen und ionischen Säulen
wurde errichtet. Im Museum ist eine große
Abteilung der gesamten Bau-phasen des Kapitolium
gewidmet, die einen Großteil ausführlicher
Zeichnungen beinhaltet.
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Bemerkenswert
sind die zum Vorschein gekommenen Fresken und Mosaiken,
die besonders zwei Gebäude charakterisieren:
das "Domus degli Affreschi" und das "Domus
dei Mosaici". In der ersten Wohnstätte
gibt es eine enorme Anzahl von Fresken aus claudioneronischer
Epoche, die ihre originale Schönheit wiedererhalten
haben. An der Nordseite, zum Beispiel, ist aus verschiedenen
Fragmente ein neun Meter langes Wandbild, bestehend
aus Blumenmotiven auf schwarzem Grund, entstanden.
Im zweiten Haus machen Mosaike aus spätrepublikanischer
Epoche den Fußboden wertvoll. Die Motive sind
typische römisch und stellen den Circo Massimo,
Herkules, eine tanzende Gruppe, sowie Zeichnungen
von Vögeln und Blumen dar.
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